2. BHC – Photo gallery from Rosemarie Haack
Regattabericht mit Fotos von Rosemarie Haack, Mitseglerin auf der 'Aello'.
Während wir beim Cup 1999 im Oktober mit 28/29 C in Athen empfangen wurden, ist das Wetter diesmal zu Anfang recht kühl. Ein Drucksystem über dem nördlichen Mittelmeer führt kalte Luft heran und sorgt für stürmischen Wind in den Kykladen. Die geplante Route zu den Kykladen-Inseln Kea und Kitnos kann daher nicht gesegelt werden. Stattdessen geht es in den Saronischen Golf, der sich von Athen nach Süden – östlich des Pelepones erstreckt.
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Sonntag 22.10.00, Athen Kalamaki – Perdika, 24 sm.Am ersten Segeltag geht es bei N/NE 4-5 bft nach Perdika auf der Insel Egina. Es wird noch nicht regattamäßig gesegelt. Jede Crew hat Zeit sich zu organisieren und die Yacht kennenzulernen. Die eine oder andere Crew muß sich vielleicht auch noch von den Anstrengungen der Anreise sowie von der Willkommensparty am Vorabend erholen.
In Perdika wird vor Buganker an der alten Mole festgemacht. Abends versammelten wir uns auf der Terrasse einer gemütlichen Taverne mit Blick über den Hafen und geniessen die vorzügliche Fischplatte des Hauses. Während ein Teil der Crews anschließend in die Kojen geht, erkunden die anderen die weiteren Bars und Kneipen des Ortes.
Montag 23.10.00, Perdika – Hydra, 23,7 sm.
Heute wird das erste Race von Perdika zur Insel Hydra gesegelt. Der Wind ist recht böig und kommt wieder aus N/NE mit 4-5 bft.
Der Ort Hydra, auf der gleichnahmigen Insel, ist eine kleine, bunte Hafenstadt mit vielen Bars und Restaurants rund um den Hafen. Unser Regattaleiter Peter, Mitarbeiter der Firma Europe Yachts, führt uns auf verschlungenen Pfaden immer bergauf zu einer großen Taverne mit imposantem Ausblick. Ein echter Geheimtip. Er hat den aktuellen Wetterbericht dabei, der auch noch für die nächsten Tage 'Gale Warning – Sturmwarnung' für die Kykladen voraussagt. Es war also richtig, daß wir den Regattaverlauf geändert haben.
Dienstag 24.10.00, Hydra -Plaka, 33,2 sm.
Das zweite Race führt die Flottille von Hydra nach Plaka. Zunächst bläst es wieder mit N/NE 4-5 bft, ab Insel Spetses flaut der Wind dann jedoch ab und die Regatta muß abgebrochen werden.
Im Hafen von Plaka ist reichlich Platz. Wir liegen wieder mit Buganker an der Mole. Der Ort ein paar Häuser, Tavernen und ein kleines Hotel. Abends treffen wir uns wieder in einer kleinen Taverne zum Essen. Hier geht es noch typisch griechisch zu, jeder kann sich sein Essen in der Küche aussuchen. Der Wein wird diesmal von Peter auf Kosten von Europe Yachts ausgegeben.
Mittwoch 25.10.00, Plaka – Ermioni, 25 sm.
Flaute – nur gut das für diesen Tag keine Regatta geplant ist. Der Tag steht zur freien Verfügung. Wir entscheiden unter Motor in die Bucht im Norden von Spetses zu gehen. Hier ankern wir, baden ausgiebig, besuchen die anderen Yachten – essen Mittag, geniessen das Wetter. Den Rest des Weges bis Ermioni, können wir wieder segeln.
In Ermioni liegen wir wieder vor Buganker an der Pier. Wir erkunden den Ort – Proviant wird nachgebunkert.
Donnerstag 26.10.00, Dokos – Poros, 19,82 sm.
Heute soll das dritte Race gesegelt werden. Am Morgen wieder Flaute, wir machen einen kurzen Schlag in eine Bucht der Insel Dokos. Herrlicher Sonnenschein, ankern, baden – den Tag geniessen. Ab ca. 13:00 brist es endlich auf. Das dritte Race kann beginnen. Wir verabreden einen kurzen Schlag bis Skilli.
Es werden die Taktiken 'dicht unter Land – weiterer Weg' und 'direkt' ausprobiert. Dicht unter Land ist deutlich besser.
Die Ansteuerung Poros ist noch einmal richtige Arbeit für die Navigatoren, dann liegen wir wieder fest vor Buganker an der Pier in Poros. In der Hochsaison herrscht hier sicher 'Highlife'. Peter hat ein weiteres mal für alle Essen und Trinken an der Pier auf Kosten von Europe Yachts organisiert. Anschließend werden noch die örtlichen Pubs und Discos getestet.
Freitag 27.10.00, Poros – Athen Kalamaki.
Der letzte Tag führt die Regatta nach Athen zurück. Anfangs ist nicht genug Wind zum Segeln. Die Regatta-Leitung entscheidet bis zur Insel Egina zu motoren. 13:50 ist dann Start zum letzten entscheidenden Race. Jede Crew versucht nochmal die Platzierung in der Gesamtwertung zu verbessern.
Freitag abend ist dann der letzte gemeinsame Abend und der wird natürlich gefeiert. EUROPE Yachts bewirtet uns ein letztes Mal. Diesmal mit einer Grillparty auf der Pier in Kalamaki, mit Suflaki, Wein und Bier. Es werden die Endauswertungen bekannt gegeben und eine Preisverleihung durchgeführt. Jeder erhält eine Cup Medaille, denn letztendlich haben alle Teilnehmer bei dieser Regatta gewonnen.
Die Woche ging wie im Fluge vorbei. Einige Segler haben beschlossen im nächsten Jahr den Törn mit einem gecharterten Schiff nochmals nachzusegeln. Für die meisten ist jedoch klar, wenn irgent möglich sind sie auch beim 3. Blue Horizon Cup wieder dabei.